WESTAFRIKA  mon amour  ...

Schon bei meiner ersten Reise nach Westafrika im Frühjahr 1984 war mir klar, dass ich immer wieder dorthin fahren müsste.

Tatsächlich 'gefahren' bin ich dann acht mal, denn die Reisen fanden im Auto statt: vom Start in meiner Heimat Süddeutschland bis zum Ziel Lomé, der Hauptstadt von Togo. 7000 km Distanz, meistens ca. 3 Wochen Fahrtzeit.

Dazwischen liegen viele Länder des afrikanischen Kontinents: Tunesien, Algerien, Mali, Niger, Burkina Faso, Benin, die es in verschiedenen Varianten alle zu durchqueren galt.

Später kam noch Gambia dazu, wo ich an dem sanften Tourismus-Projekt "Boucarabou-Hotel" beteiligt war, sowie die Casamance (Süd-Senegal), wo ich mit dörflich-traditioneller Lebensweise vertraut wurde und erstmals Gewöhnungsprobleme erlebte.

In den Neunziger Jahren begann ich aus Sicherheitsgründen, das Auto mit dem Flugzeug zu ersetzen und weiß seitdem auch, welch einen Klima- und Kulturschock es bewirken kann, in wenigen Stunden von einer Welt in eine andere befördert zu werden.

Um dieser "anderen" Welt auch zuhause etwas näher zu sein, war ich inzwischen aus der Freiburger Provinz nach Berlin umgezogen, begann mich hier für westafrikanischen Tanz zu begeistern, Jahre später auch fürs Trommeln, und kam dadurch der Kultur der Malinke schrittweise näher.

An der Berliner FU ergänzte ich 1993/94 meine früheren Ausbildungen (Gemälderestauratorin, Lehrerin für Kunst und Deutsch) durch ein Tourismus-Studium, da ich meine Erfahrungen mit der speziellen Faszination des Kontinents gerne weitervermitteln wollte.

1997 entdeckte ich ein neues, ganz eigenartiges Land: Guinea. Der erste Anziehungspunkt 'Musik' wurde rasch durch die Begeisterung für die vielfältige und überwältigende Natur ergänzt.

Seit 1999 begann ich, "Musikalische Reisen nach Westafrika" zu veranstalten, anfangs noch in Gambia und Guinea, später nur noch in Guinea. Hier halte ich mich seitdem alljährlich 2 bis 3 Monate auf, es ist fast meine zweite Heimat.

Ich darf behaupten, mich mit der afrikanischen Mentalität sehr gut auszukennen, ebenso die Besonderheiten von Land und Leuten authentisch vermitteln zu können.

Wer mit mir reist und eine offene Einstellung mitbringt, wird ein wirklich "echtes" Afrika- Gefühl bekommen, ohne Filter durch Tourimus-Unterhaltungspakete oder durch die Sensationsberichte westlicher Medien.

Wir passen uns an die Gegebenheiten des Landes an, unser Geld geht ebenfalls direkt an die Bevölkerung, sei es auf die Märkte, an die Handwerker, Händler oder Künstler.

Wir lassen uns von der Lebensfreude und Herzlichkeit der Menschen anstecken, die materiell so viel weniger besitzen als wir und uns doch so vieles geben und vermitteln können.